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Die Akupunktur hat sich auch in den großen Krankenkassen-Studien in den letzten Jahren als wirksame Behandlungsmethode bei vielen Indikationen bewährt. Deutlich wurde allerdings auch, dass es eine große Variationsbreite in der Wirksamkeit der Akupunktur gibt. Abhängig ist die Wirksamkeit einerseits unbestritten von der Schwere des vorliegenden Krankheitsbildes. Andererseits aber auch wesentlich vom Ausbildungsstand des Arztes.

Die "Qualitätsinitiative Akupunktur" hat sich daher zur Aufgabe gemacht, die Qualität der Akupunktur in Deutschland auf ein hohes Niveau zu bringen und dies auch an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Akupunktur ist nach Ansicht der "Qualitätsinitiative Akupunktur" eine Vollausbildung mit 350 Fortbildungsstunden und einer mindestens zweijährigen praktischen Erfahrung. Zudem gibt es weitere Faktoren, die eine qualitativ hochwertige Akupunktur ausmachen.
Diese Standards wurden von der "Qualitätsinitiative Akupunktur" in einem
"7-Punkte-Papier" (Qualitätsstandards in der Akupunktur) formuliert.

Nur eine qualitativ hochwertige Akupunktur, eine Akupunktur nach allen Regeln der Kunst, ermöglicht einen bestmöglichen Therapieerfolg.
 

Gemäß unserem Konsensuspapier zur Qualität in der Akupunktur (Qualitätsstandards für Akupunktur) stehen dabei u. a. die Chinesische Diagnose, Therapieplan und die spezifischen Behandlungsmodalitäten zur Regulierung des Qi im Vordergrund. Nicht zuletzt steht die für die Akupunktur so wichtige Betrachtung der Lebensenergie, des fließenden und Veränderungen hervorbringenden Qi, eigentlich im Widerspruch zu starren und unveränderlichen Maßstäben wie einer starren "Rezeptakupunktur".
Bei der großen Zahl von Kriterien, die für eine qualitativ hochwertige Akupunktur essentiell sind, lassen sich Leitlinien nicht alleine an nachweisbaren Mengen der reinen Ausbildungsstunden festmachen. Deswegen ist es bei mittlerweile 30.000-40.000 Akupunkturärzten in Deutschland gerade für die Patienten wichtig, dass sie die Qualität einer Akupunktur einschätzen können.
Darum haben wir von der "Qualitätsinitiative Akupunktur" ein Qualitätssiegel geschaffen, das an die Akupunkturärzte vergeben wird, deren Ausbildung und Wissen den in unseren Leitlinien und Standards für eine Qualitätsakupunktur genannten Ansprüchen genügen.
Nachgewiesen werden sollte eine Vollausbildung Akupunktur bei einer anerkannten Institution in Deutschland oder eine gleichwertige Ausbildung sowie eine zweijährige Praxiserfahrung. Liegen diese Anforderungen bei Ihnen vor, dann erhalten Sie von uns das Qualitätssiegel, ausgestellt auf Ihren Namen und Ihre Praxis (gegen eine geringfügige Bearbeitungsgebühr).

Mit diesem Qualitätssiegel können Sie als Arzt nach außen signalisieren, dass Ihre Akupunktur mehr ist als nur einfaches "Nadelsetzen am Fließband" und damit Ihren Patienten das Gefühl vermitteln, dass sie sich in erfahrene und kompetente Hände begeben.

Sie können sich für das Qualitätssiegel anmelden indem Sie das beiliegende Formular ausdrucken und uns gemeinsam mit einer Kopie Ihres B-Diploms zurücksenden.

Die Grundlage für das Qualitätssiegel sind Leitlinien und Therapiestandards, die von der Qualitätsinitiative Akupunktur formuliert wurden. Diese finden sich in dem folgenden Konsensuspapier als "7 Punkte für eine Qualitätsakupunktur".

7 Punkte für eine Qualitätsakupunktur:
Akupunktur nach allen Regeln der Kunst

Leitlinien und Standards
  1. Zu einer qualitativ hochwertigen Akupunktur gehört als erster Schritt eine schulmedizinische und eine akupunkturadäquate, chinesische Diagnose. Letztere beinhaltet spezifische Diagnoseformen, wie zum Beispiel die Diagnose von Störungen der Leitbahnen, Differenzialdiagnose der inneren Störungsmuster, Erhebung der Kälte- bzw. Wärmeempfindlichkeiten, Zungendiagnostik, Berücksichtigung der fünf Konstitutionstypen u. a.

  2. Im Mittelpunkt der Therapie steht die Regulierung von Störungen der Lebenskraft Qi, der Lebensenergie des Patienten.

  3. Die Formulierung eines Therapieplans mit primären und sekundären Therapiestrategien ist die Grundlage der Behandlung. Diese Therapiestrategien beinhalten die Umsetzung der therapeutischen Absichten. Der Therapieplan wird nach Änderung des Symptombilds während der Behandlung angepasst.

  4. Behandlungsmodalitäten: Angewendet werden die Körperakupunktur und ggf. die Ohrakupunktur, bei einer exakten Lokalisierung der Punkte unter Berücksichtigung der optimalen Punktekombinationen, der Dauer der Behandlung, der gleichmäßigen Verteilung der Punkte an Kopf, Händen, Füßen und Rumpf. Zusätzliche Behandlungsmaßnahmen werden durchgeführt, wenn angezeigt, wie etwa Moxibustion, Elektrostimulation, Einsatz von Heilkräuter bzw. Beratung zur Ernährungsmedizin.

  5. Akupunkturanwendungen werden meist ein- bis zweimal wöchentlich, in Serien von etwa zehn Behandlungen mit qualitativ hochwertigen Akupunkturnadeln durchgeführt:

    • etwa 10-20 Sitzungen, d. h. ein bis zwei Serien bei chronischen Erkrankungen, in schweren Fällen drei Serien.

    • Verweildauer der Nadeln durchschnittlich 20-30 Minuten

    • Unbedingt zu beachten sind während der Behandlung die Atmungstiefe und die Entspannung des Patienten, daher eignen sich für die Akupunktur ruhige, warme, abgeschlossene Behandlungsräume, um eine Atmosphäre von Geborgenheit zu schaffen.

    Die hier angegebenen Spezifikationen sind Durchschnittswerte, die bei einzelnen Patienten bzw. Krankheitsbildern individuell angepasst werden müssen. Es gibt keine Standardakupunktur zu bestimmten westlichen Diagnosen.

  6. Bei der Akupunktur ist das exakte Aufsuchen von druckempfindlichen Punkten, die Nadelstimulation mit Hervorrufen eines akupunkturspezifischen De-Qi-Gefühls, die Nadelung mit sedierender oder tonisierender Nadelstimulation, die adäquate Stichtiefe und eventueller Elektrostimulation zu beachten.

  7. Die Information des Patienten in einem ausführlichen Gespräch über die Diagnose und den Therapieplan sind essentielle Voraussetzungen für die Akupunkturbehandlung, gerade auch bei der Durchführung von zusätzlichen Therapiemaßnahmen wie Qi Gong, Tai Ji oder einer Umstellung der Ernährung oder Heilkräuteranwendung.

Die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Akupunktur ist eine intensive Ausbildung als Akupunkturtherapeut in Theorie und Praxis. Nach Einschätzung der Qualitätsinitiative Akupunktur sollte eine 350-Stunden-Ausbildung vorliegen oder eine vergleichbare Fortbildung, sowie eine mindestens zweijährige Berufserfahrung.
Um möglichst vielen interessierten Ärzten die Möglichkeit zu geben, innerhalb der kommenden Zeit unser Qualitätssiegel Akupunktur zu erhalten, bieten die Partner der Qualitätsinitiative Akupunktur für die Zeit der Informationskampagne eine Fortbildungsaktion an. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei folgenden Institutionen:

Westlich angewendete Akupunktur, wie etwa auch in den großen Akupunktur-Modellstudien der Krankenkassen (Ergebnisse der Krankenkassen-Studien), hat eine klinische Wirksamkeit von 50-70%.

Die Chinesische Akupunktur, durchgeführt nach allen Regeln der Kunst (Qualitätsstandards in der Akupunktur), ist nach Expertenmeinung mit 60-80% klinischer Wirksamkeit noch deutlich besser wirksam, als die in den Krankenkassen-Studien (Gerac-Studie) getesteten westlichen Akupunkturformen und folglich fast dreimal so wirksam wie eine westliche Standardtherapie. Aus diesen Gründen ist es so wichtig, dass eine Akupunktur-Behandlung nach allen Regeln der Kunst und höchsten Qualitätsstandards erfolgt.

Eine Sham-Akupunktur mit Nadeleinstich hat eine deutlich über Plazebo liegende therapeutische Wirksamkeit von 33-50%, bei Plazeboanwendung geht man von einer Wirkung von unter 30% aus.

Da das therapeutische Vorgehen bei einer guten Akupunktur die Lebensenergie des Menschen anregt und dabei auch die tieferen Organebenen einbezieht, fühlen sich die Patienten selbst Wochen und Monate nach der Akupunktur besser, nicht nur im Rahmen der vorher geäußerten Symptome, sondern auch vitaler, aktiver und weniger eingeschränkt in ihrer Leistungsfähigkeit. Gedrückte Stimmungen wandeln sich oft in Aktivität und in Lebensfreude.
Bei der Akupunktur kommt es aber nicht nur auf das spezifische Einbringen der Nadeln an. Viele weitere Faktoren der Diagnose und Therapie sind an der nachhaltigen Wirksamkeit der Akupunktur beteiligt. Die Akupunktur nach allen Regeln der Kunst verläuft schrittweise und beinhaltet weitere Faktoren (siehe auch "Qualitätsstandards in der Akupunktur"):
  1. Bei der Chinesischen Akupunktur analysiert und beurteilt man im ersten Schritt, also beim Stellen einer Chinesischen Diagnose, die Lebenskräfte des Patienten und deren Störungen. Die Chinesische Diagnose ist immer ein integraler Teil der Therapie, im Gegensatz zum Diagnoseverständnis in der westlichen Medizin wo sie von der Therapie deutlich getrennt wird.

  2. Aus der Chinesischen Diagnose folgt die therapeutische Absicht, die Therapiestrategie in Form eines differenzierten Therapieplans, der neben der Auswahl optimaler Punktekombinationen auch Heilkräuter, Qi Gong und Tuina (chinesische Massagen) einschließen kann. Die Intentionalität der Therapie ist für die nachhaltige Wirksamkeit von entscheidendem Wert.

  3. Die Art und Weise der Nadelung und der Stimulation, tonisierend oder sedierend, mit deutlich provoziertem Nadelgefühl, dem De Qi, wird von Experten als unverzichtbarer Bestandteil einer wirkungsvollen Akupunktur angesehen.

  4. Wesentlich ist auch, dass sich der Patient nach dem Setzen der Nadeln, also während der Liegezeit, entspannt und mit seiner Aufmerksamkeit zu seinen Empfindungen nach innen geht. Der Fokus der Aufmerksamkeit sollte von der Außenwelt nach Innen zu seinen Gefühlen und inneren Empfindungen gerichtet sein. Dies setzt ruhige und warme Räume voraus, offene und kalte Kabinen sind unangebracht.

  5. Auch die Länge der Liegezeit von 20-30 Minuten ist entscheidend für die Wirksamkeit der Therapie.

  6. Die ausreichende Anzahl von Sitzungen sowie eine adäquate Behandlungshäufigkeit meist von 1-2 Sitzungen in der Woche, die von der Schwere und Chronizität der Erkrankung und der Art des Störungsmusters abhängt, ist wesentlich für die Nachhaltigkeit der Wirksamkeit.

  7. Auch die individuelle Reaktionsfähigkeit des Patienten, die vom Konstitutionstyp abhängt, ist entscheidend für die therapeutische Wirksamkeit. Patienten, die sich leicht entspannen können oder gute Fähigkeiten zur Einkehr in sich selbst zeigen, brauchen z. B. deutlich weniger Sitzungen für eine nachhaltige Therapiewirkung.

Es wurden in den vergangenen Jahren zwei große kontrollierte Modellstudien der Krankenkassen durchgeführt: die Gerac-Studie (www.gerac.de), und die ART-Studie (www.charite.de).
Bei der ART- und der Gerac-Studie wurden Patienten mit Migräne bzw. chronischen Kopfschmerzen, chronischen LWS-Schmerzen und chronische Schmerzen bei Arthrose, die länger als sechs Monate bestehen, behandelt. Die Studien sollten Aufschluss geben darüber, ob die Akupunkturbehandlung eine wirksame und sichere Therapie bei diesen Indikationen ist und ob unterschiedliche, anerkannte Akupunkturformen hinsichtlich der Stärke des Behandlungseffektes verschieden sind.
Rund 13.000 Ärzte haben in den vergangenen vier Jahren an Gerac teilgenommen und über 360.000 Patienten mit Akupunktur behandelt. Das wichtigste Ergebnis: Akupunktur hilft dauerhaft bei vielen Volksleiden - von Allergien bis zu Wirbelsäulenschmerzen. Akupunktur ist in der klinischen Anwendungspraxis bei Knie- und Rückenschmerzen doppelt so wirksam wie eine westliche Standardtherapie.
Hier ein kurzer Auszug aus einer Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse:
"Ihre Wirksamkeit hat die Akupunktur bei insgesamt sieben Diagnosen unter Beweis gestellt. Dabei wurde jeweils eine Akupunktur-Gruppe mit einer Vergleichsgruppe ohne Akupunktur (Wartegruppe) verglichen.
Das Ergebnis: Neun von zehn Allergikern ging es auch sechs Monate nach der Behandlung noch deutlich besser, drei von vier Patienten mit Kopf- oder Lendenwirbelsäulenschmerzen zeigten ebenfalls nach diesem Zeitraum noch Besserung. Noch höher lag die Rate bei Arthroseschmerzen am Knie (85 Prozent), Asthma (82 Prozent) und Menstruationsschmerzen (85 Prozent). Nebenwirkungen traten nur selten auf und waren bei keinem Patienten lebensbedrohlich."
Weitere Studien untersuchten andere Aspekte der Akupunkturanwendung, z. B. Nebenwirkungen oder Kosten:
  • ARC: Acupuncture in Routine Care Studies mit 50.168 Patienten, war eine Studie zum Vergleich der Behandlung ("Routineversorgung") mit oder ohne Akupunktur. ARC zeigte eine deutliche und nachhaltige Verbesserung bei Patienten mit Routineversorgung inkl. Akupunktur gegenüber alleiniger Routineversorgung.

  • ASH: Acupuncture Safety and Health Economics Studies mit 145.519 Patienten. Diese Studie untersuchte die Therapiesicherheit und die Wirtschaftlichkeit von Akupunktur. Insgesamt berichteten nur 8,1% der Patienten über geringfügige Nebenwirkungen, am häufigsten waren Blutungen oder Blutergüsse an der Einstichstelle.

In den großen Krankenkassen-Studien gab es teilweise keine signifikanten Wirksamkeitsunterschiede zwischen der vorgetäuschten Sham-Akupunktur und der Verum-Gruppe. Das liegt wahrscheinlich unter anderem an folgenden Ursachen:
  • Die teilnehmenden Akupunktur-Ärzte waren angehalten, bei den drei vorbestimmten Krankheitsbildern einheitliche Punktekombinationen einzusetzen, wenn der Patient mit Akupunktur behandelt wurde. Dieses starren, rezeptartigen Schemata, auf der Basis westlicher Diagnosen, wie etwa bei "Migräne", eine bestimmte gleich bleibende Punktekombination einzusetzen, gibt es bei einer qualitativ hochwertigen Akupunkturbehandlung nicht. Diese setzt eine chinesische Diagnose voraus und einen individuellen Therapieplan.
    → Die Wirksamkeit der Verum-Akupunktur in den Studien war wahrscheinlich niedriger als bei qualitativ hochwertigen Akupunkturen zu erwarten.
  • Der Anteil von 54 % Orthopäden an den beteiligten Ärzten in der Gerac-Studie ist erstaunlich hoch - die Mehrzahl dieser Ärzte verfügte nur über eine Akupunktur-Grundausbildung (A-Diplom). Bemerkenswert ist, dass "eine differenzierte Syndromdiagnostik mit der daraus resultierenden Punkteauswahl eine der Vorgaben für die Studie" war. .... "Da aber viele Prüfärzte nur über eine Grundausbildung (A-Diplom) verfügen" ...konnten nur sehr wenige Ärzte eine chinesische Akupunktur mit Syndromdiagnose anwenden.
    → Die Wirksamkeit der Verum-Akupunktur war wahrscheinlich niedriger als bei qualitativ hochwertigen Akupunkturen zu erwarten.
  • Eine Forderung der Gerac-Studie lautete: "Die einzuschließenden Patienten dürfen nicht ausschließlich Akupunktur als Therapieform wünschen, sie sollten sich vielmehr in erster Linie wegen der Behandlung ihrer chronischen Schmerzen … an Sie wenden und offen für Ihr Behandlungskonzept sein. Falls Sie also vorwiegend Patienten in Ihrer Praxis betreuen, die wegen ihrer Beschwerden eine Akupunkturbehandlung wünschen, kommt eine Teilnahme Ihrer Praxis vermutlich nicht infrage."
    Diese Forderung - so verständlich sie aus Sicht der Studienplanung auch ist - dürfte erheblich dazu beigetragen haben, dass nicht in erster Linie die profilierten und qualitativ erstrangig ausgebildeten Akupunkturtherapeuten, sondern die Praxen mit hohem Durchlauf (es sollten mindestens voraussichtlich 15 Patienten innerhalb eines Jahres eingeschlossen werden), die nebenbei auch etwas Akupunktur anbieten - beteiligt wurden.
    → Die Wirksamkeit der Verum-Akupunktur war wahrscheinlich niedriger als bei qualitativ hochwertigen Akupunkturen zu erwarten.
  • Die Sham-Punktekombinationen der Gerac-Studie enthielten nach den Experten Heinke und Stöhr viele wirksame Punkte: und zwar neben vielen spezifischen Segmentpunkten auch Punkte des im Westen wenig bekannten Tendinomuskulären Meridians.
    → Die Wirksamkeit der "Sham-Akupunktur" war deutlich höher als für eine echte Plazebo-Akupunktur zu erwarten.
  • Zu einer qualitativ hochwertigen Akupunkturtherapie gehören vor dem eigentlichen Setzen der Nadeln immer auch eine Erhebung des Gesundheitszustandes und die Stellung einer Diagnose. Diese Chinesische Diagnose wird vor jeder Akupunkturbehandlung "aktualisiert" und hat bei einer Qualitätsakupunktur Einfluss auf die jeweils zu nadelnden Punkte. Dies hat mehrere Effekte für die Studien:
    Da einheitliche Punktekombinationen schon vor der Behandlung festgelegt waren, konnte die zur besseren Akupunktur gehörende Anpassung der Therapie nicht erfolgen
    → Die Wirksamkeit der "richtigen Akupunktur" war wahrscheinlich niedriger als bei qualitativ hochwertigen Akupunkturen zu erwarten.
  • Auch wenn keine Anpassung der Therapie erfolgen konnte, wurden Patienten der "Sham-Gruppe" teilweise einer chinesischen Diagnose unterzogen. Diese ist aber dem östlichen Therapieverständnis entsprechend Teil der Therapie.
    → Die Wirksamkeit der "Sham-Akupunktur" war höher als für eine echte Plazebo-Akupunktur zu erwarten.