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Manfred von Richthofen ist seit 1994 Präsident des Deutschen Sportbundes. Er war lange Zeit aktiver Hockeyspieler und Trainer in der damaligen Oberliga und ist seit Jahren eine treibende Kraft in Sachen Sport und Gesundheit. Für ihn gehört die Akupunktur fest in das Spektrum der medizinischen Behandlungen. Hier erfahren Sie warum…

? Sehr geehrter Herr von Richthofen, Sie waren lange Jahre aktiver Sportler und engagieren sich jetzt stark für den Sport, vor allem für den Breitensport – warum?

! Es ist mittlerweile bewiesen, das haben große medizinische Studien gezeigt, dass Sport, wenn man ihn regelmäßig betreibt, die beste Vorbeugung von vielen Erkrankungen ist – sei es Diabetes, Übergewicht, Rückenbeschwerden oder auch Herz-Kreislauferkrankungen oder sogar Krebs. Ich selbst mache – wenn es zeitlich möglich ist - regelmäßig Sport und fühle mich fit und gesund.

? Aber auch trotz Sport wird man natürlich mal krank. Sie hatten im Jahr 2002 einen Bandscheibenvorfall und wurden nicht klassisch schulmedizinisch, sondern unter anderem mit physikalisch-therapeutischen und Akupunktur behandelt. Warum haben Sie sich für die Akupunktur entschieden?

! Ganz ehrlich: Man hat viel gelesen über die Wirksamkeit der Akupunktur. Es hat mich dann gereizt, einmal auszuprobieren, ob diese Behandlungsmethode auch bei mir wirkt. Mein Arzt hat mir dann zu einer kombinierten Behandlung aus physikalisch-therapeutischen Maßnahmen und Akupunktur geraten.

? Wie oft wurde bei Ihnen die Behandlung durchgeführt?

! Ich war insgesamt 16 Mal zur Akupunktur. Ganz erstaunlich war, dass nach den ersten beiden Behandlungen die Beschwerden eher zugenommen hatten. Das hat mich etwas irritiert, aber mein Arzt hat mich beruhigt und mir bestätigt, dass das eher ein Zeichen für die Wirksamkeit der Behandlung sei. Nach den darauf folgenden Sitzungen wurden die Beschwerden auch von Mal zu Mal besser.

? Viele Menschen haben ja etwas Angst, weil sie glauben, dass die Akupunktur-Behandlung weh tut. Können Sie das bestätigen?

! Das ist keine einfache Antwort. Es gibt einige Akupunkturpunkte, bei denen mir der Einstich unangenehm war. Man kann das vielleicht vergleichen mit einem elektrisierenden kleinen Stich. Dann entsteht aber kurz nach dem Einstich so ein Gefühl des Kribbelns und man spürt ein eher wohliges und entspanntes Gefühl.

? Würden Sie sich noch einmal mit Akupunktur behandeln lassen?

! Immer wieder gerne und ich würde es auch bei anderen Krankheiten ausprobieren. Natürlich nicht bei ernsten Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt – das gehört klar in die Hände der Schulmedizin. Aber zum Beispiel bei Migräne, bei allergischen Erkrankungen, bei Problemen mit dem Rücken oder auch zur allgemeinen Stärkung der Psyche und des Wohlbefindens.

? Immer mehr Leistungssportler nutzen die Akupunktur. Warum und wofür?

! Leistungssportler müssen fit sein – das ist ihr Kapital. Sie suchen sich daher Behandlungen, die sie möglichst schnell wieder gesund machen – dabei möglichst ohne Nebenwirkungen. Und da scheint wohl die Akupunktur gerade bei schmerzhaften Erkrankungen und auch bei der Steigerung des Wohlbefindens und der Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems eine vorteilhafte Methode zu sein.

? Glauben Sie, dass Qualität bei der Akupunktur-Therapie eine Rolle spielt, vor allem was die Wirksamkeit anbelangt?

! Oh ja, das glaube ich. Qualität spielt immer eine Rolle. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine gute und fundierte praxisnahe Ausbildung die absolute Grundlage für eine gute Wirkung der Akupunktur ist. Das ist doch wie in allen Bereichen. Ist die Ausbildung zu kurz und zu lückenhaft und haben die Ärzte keine Praxiserfahrung, dann fehlt Ihnen das Wissen und die Übung. Noch dazu, weil die Akupunktur auf ganz anderen medizinischen Grundlagen aufbaut – da liegt ein komplett unterschiedliches System hinter der Therapie.

? Würden Sie sich für die Einführung eines Qualitätssiegels in der Akupunktur aussprechen? Sozusagen ein Siegel, das Ärzte erhalten, die eine fundierte Ausbildung und umfangreiche Praxiserfahrung haben?

! Das halte ich für eine gute Idee. Dann könnten Patienten viel einfacher einschätzen, welchen Therapeuten sie für eine wirksame Behandlung wählen.


? Sehr geehrter Herr von Richthofen, vielen Dank für das Gespräch.